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Nase

Sinusitis und Nasenneben­höhlen­chirurgie

Eine Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, der luftgefüllten Räume rund um die Nase. Da meist auch die Nasenschleimhaut beteiligt ist, spricht man auch von Rhinosinusitis.

Eine Schwellung kann den Schleimabfluss behindern und Verstopfung, Ausfluss und Druckgefühl im Gesicht verursachen. Die Behandlung richtet sich nach Dauer, Schweregrad und zugrunde liegendem Krankheitsmuster.

Eine Frau mit welligen braunen Haaren in einer petrolfarbenen Strickjacke sitzt auf einer Holzbank im Flur, bindet einen grauen Sneaker und blickt mit gerunzelter Stirn zur Seite, neben einer dunklen Haustür

Akute und chronische Sinusitis

Eine akute Sinusitis dauert in der Regel weniger als vier Wochen und folgt oft auf eine Virusinfektion wie eine Erkältung. Manche Episoden gehen mit einer bakteriellen Infektion einher, doch nicht in jedem Fall sind Antibiotika nötig.

Bei einer chronischen Rhinosinusitis bestehen die Beschwerden mindestens 12 Wochen, und die Entzündung ist bei der Untersuchung, der Nasenendoskopie oder in der Bildgebung bestätigt. Sie ist in der Regel eine fortbestehende entzündliche Erkrankung und nicht einfach eine Infektion, die nicht abgeklungen ist.

Welche Beschwerden können auftreten?

Typische Beschwerden sind:

  • Eine verstopfte oder zugeschwollene Nase.
  • Nasenausfluss oder Sekretfluss in den Rachen.
  • Verminderter Geruchssinn.
  • Druck oder Beschwerden im Gesicht.

Kopfschmerzen oder Gesichtsschmerzen allein bestätigen eine Sinusitis nicht. Migräne und andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen.

Wie wird sie untersucht?

Bei der Untersuchung werden das Beschwerdemuster, frühere Behandlungen und begleitende Erkrankungen wie Allergien, Asthma oder Nasenpolypen berücksichtigt.

Eine Nasenendoskopie kann helfen, Entzündung, Ausfluss oder Polypen zu erkennen. Eine CT-Bildgebung kann bei anhaltender Erkrankung, vermuteten Komplikationen oder zur Operationsplanung nötig sein. Bei einer unkomplizierten akuten Sinusitis ist sie nicht routinemäßig erforderlich.

Welche Behandlungen können helfen?

Kochsalzspülungen und Kortikosteroid-Nasensprays werden häufig zur Behandlung der chronischen Entzündung eingesetzt. Die Behandlung kann auch begleitende Allergien oder andere mitverursachende Erkrankungen berücksichtigen.

Antibiotika sind Situationen vorbehalten, in denen eine bakterielle Infektion vermutet wird und eine Behandlung angebracht ist. Der Plan sollte die individuelle Diagnose widerspiegeln und nicht aus wiederholten Antibiotikakuren bei jedem Schub bestehen.

Wann wird eine Nebenhöhlenoperation in Betracht gezogen?

Eine Operation kann in Betracht kommen, wenn eine gesicherte chronische Erkrankung der Nasennebenhöhlen trotz angemessener Behandlung die Lebensqualität weiterhin beeinträchtigt. Die Entscheidung berücksichtigt Beschwerden, Untersuchungsbefund, CT-Ergebnisse und den zu erwartenden Nutzen.

Die meisten unkomplizierten akuten Episoden erfordern keine Operation.

Was beinhaltet eine endoskopische Nebenhöhlenoperation?

Bei der endoskopischen Nebenhöhlenoperation werden eine kleine Kamera und Instrumente durch die Nasenlöcher eingeführt. Die Chirurgin oder der Chirurg öffnet betroffene Abflusswege und entfernt bei Bedarf behinderndes Gewebe oder Polypen.

Das Ausmaß der Operation wird auf die Erkrankung abgestimmt. Ein besserer Zugang zu den Nebenhöhlen kann außerdem helfen, dass verordnete Spülungen und örtliche Behandlungen die Bereiche erreichen, die sie benötigen.

Die Operation beseitigt die Neigung zu Entzündungen nicht zwingend. Eine fortlaufende Behandlung kann weiterhin nötig sein, besonders wenn Polypen oder andere entzündliche Erkrankungen vorliegen.

Erholung und mögliche Risiken

Nach der Operation können vorübergehende Verstopfung, leicht blutiger Ausfluss, Beschwerden und Müdigkeit auftreten. Bei den Kontrollterminen wird die Heilung beurteilt; dabei können auch Krusten oder zurückgebliebenes Material entfernt werden.

Ihr Behandlungsteam erklärt, wann Spülungen, Sprays, Arbeit und Sport wieder aufgenommen werden können. Die Erholung ist je nach Umfang der Behandlung unterschiedlich.

Zu den Risiken gehören Blutungen, Infektionen, Narbenbildung und anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden. Seltene Komplikationen sind Verletzungen im Bereich des Auges oder ein Austritt von Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit. Diese sollten bei der Operationsplanung besprochen werden.

Wann sollten Sie dringend Hilfe suchen?

Lassen Sie sich dringend ärztlich untersuchen bei Schwellung um das Auge, Doppelbildern, vermindertem Sehvermögen, starken, sich verschlimmernden Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Verwirrtheit.

Besprechen Sie Ihre Beschwerden

Nehmen Sie Kontakt mit der Praxis auf, um bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden der Nasennebenhöhlen eine Untersuchung zu vereinbaren und zu besprechen, ob eine medikamentöse Behandlung oder eine Operation angebracht sein kann.

Kontakt aufnehmen

Diese Informationen bieten allgemeine Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung.

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