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Nase

Riechstörungen

Veränderungen des Geruchssinns können den Genuss beim Essen, das alltägliche Wohlbefinden und die Wahrnehmung von Gefahren beeinträchtigen. Manche Menschen bemerken, dass vertraute Düfte schwächer werden oder verschwinden, andere empfinden gewöhnliche Gerüche als unangenehm. Die Abklärung hilft, mögliche Ursachen und die passende Behandlung zu finden.

Eine Frau mit glatten, schwarzen, kinnlangen Haaren in einem blauen Leinenhemd hält in einer Küche eine halbe Zitrone hoch und betrachtet sie mit gerunzelter Stirn; die andere Hälfte liegt auf einem Holzbrett

Verschiedene Arten von Riechstörungen

Riechstörungen können in mehreren Formen auftreten:

  • Hyposmie: ein vermindertes Riechvermögen.
  • Anosmie: ein vollständiger Verlust des Geruchssinns.
  • Parosmie: vertraute Gerüche werden anders, oft unangenehm wahrgenommen.
  • Phantosmie: die Wahrnehmung eines Geruchs, obwohl keine äußere Quelle vorhanden ist.

Der Geruchssinn trägt wesentlich zum Geschmack bei. Speisen können daher fade erscheinen, selbst wenn die Wahrnehmung der Grundgeschmacksrichtungen wie süß oder salzig erhalten bleibt.

Was kann Veränderungen des Geruchssinns verursachen?

Häufige Ursachen sind Atemwegsinfektionen, einschließlich COVID-19, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Nasenpolypen und Allergien. Eine Schwellung oder Verlegung der Nase kann verhindern, dass Gerüche den für das Riechen zuständigen Bereich erreichen.

Weitere Ursachen sind Kopfverletzungen, Rauchen, bestimmte Medikamente und altersbedingte Veränderungen. Seltener können Erkrankungen des Nervensystems dazu beitragen. Eine Riechstörung kann auch auftreten, wenn sich die Nasenatmung normal anfühlt.

Wie werden Riechstörungen untersucht?

Die Untersuchung umfasst ein Gespräch darüber, wann die Veränderung begonnen hat, ob sie auf eine Erkrankung oder Verletzung folgte und ob Nasenbeschwerden bestehen. Auch die Medikamenteneinnahme und der Kontakt mit reizenden Chemikalien sind von Bedeutung.

Eine HNO-ärztliche Untersuchung und standardisierte Riechtests können helfen, das Problem zu beurteilen. Diese Tests können die Fähigkeit prüfen, verschiedene Gerüche wahrzunehmen oder zu erkennen. Weitere Untersuchungen richten sich nach der Krankengeschichte und dem Untersuchungsbefund.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Eine Behandlung mit Kortikosteroiden für die Nase kann helfen, wenn Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Nasenpolypen beteiligt sind. Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit einer Verlegung kann eine Operation in Betracht kommen, sie ist aber keine allgemeine Behandlung für jede Art von Riechverlust.

Wenn ein Medikament dazu beitragen könnte, sollten Änderungen mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt besprochen werden. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab.

Die Erholung ist unterschiedlich. Manche Menschen bessern sich innerhalb von Wochen oder Monaten, andere erleben länger anhaltende oder bleibende Veränderungen.

Was ist Riechtraining?

Beim Riechtraining riecht man regelmäßig an einer Auswahl unterschiedlicher, vertrauter Düfte und konzentriert sich darauf, sie zu erkennen. Es kann manchen Menschen helfen, besonders nach einer Viruserkrankung.

Das Training erfordert in der Regel konsequentes Üben über mehrere Monate. Medizinisches Fachpersonal kann ein geeignetes Vorgehen und realistische Erwartungen erläutern. Eine Besserung ist nicht garantiert, und Kontrolltermine können helfen, die Fortschritte zu beurteilen.

Sicherheit und Wohlbefinden im Alltag

Ein verminderter Geruchssinn kann es erschweren, Rauch, austretendes Gas oder verdorbene Lebensmittel zu bemerken.

Halten Sie Rauchmelder funktionsfähig und erwägen Sie einen geeigneten Gasmelder, wenn in Ihrem Zuhause Gas verwendet wird. Beachten Sie Hinweise zur Lagerung von Lebensmitteln und Verbrauchsdaten, statt sich bei der Beurteilung der Sicherheit auf den Geruch zu verlassen.

Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn ein veränderter Geruchssinn Appetit, Gewicht oder seelisches Wohlbefinden beeinflusst.

Wann sollten Sie sich untersuchen lassen?

Vereinbaren Sie eine Untersuchung, wenn Ihr Geruchssinn nicht innerhalb weniger Wochen wieder normal wird, keine klare Erklärung hat oder den Alltag beeinträchtigt.

Besprechen Sie Ihre Beschwerden

Nehmen Sie Kontakt mit der Praxis auf, um bei vermindertem, verlorenem oder verändertem Geruchssinn eine Untersuchung zu vereinbaren und die passenden nächsten Schritte zu besprechen.

Kontakt aufnehmen

Diese Informationen bieten allgemeine Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung.

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